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Eine Plattform von Oxygen Technologies automatisiert die Vermarktung regenerativer Erzeuger und eröffnet Energieversorgern damit neue Geschäftsmodelle. Mit dabei: das CONEXA Smart Meter Gateway mit dem aufsteckbaren Mehrwert-Modul von Theben.

Laut Bundesnetzagentur belief sich Ende 2017 die installierte Leistung bei Anlagen mit einem Zahlungsanspruch nach EEG auf insgesamt 108 GW. Diese Leistung muss von den Erzeugern verbraucht, gespeichert oder gehandelt werden. Die immensen Mengen sind mit konventionellen Handelsprozessen der Versorger jedoch nicht zu bewältigen. Auch mit Blick auf die physikalische Situation im Netz wird es in einem zunehmend dezentralen Energiesystem notwendig sein, dass Anbieter und Abnehmer sich praktisch in Echtzeit austauschen, um Überschüsse und Lastspitzen sicher abzufangen.

 

Versorger als Plattformbetreiber

Die wirtschaftlichen Gewinner in diesem System werden digitale Plattformbetreiber sein, die es Prosumern ermöglichen, untereinander Energie zu handeln. Dies bietet auch für Versorger und Stadtwerke ein einträgliches Geschäftsmodell im Vergleich zum reinen Stromverkauf. In diesem Fall betreibt der Versorger die Handelsplattform, seine Kunden erhalten gegen eine Grundgebühr Zugang zur Strom-Community und bezahlen Provisionen auf die Handelserlöse. Darüber hinaus liefert der Versorger den benötigten Reststrom. Hier kommt die Handels- und Steuerungsplattform ELEMENTS von Oxygen Technologies ins Spiel, ein Spin-off des Fraunhofer ISE und der Universität Freiburg. Sie ermöglicht u.a. die Eigenverbrauchsoptimierung, das Pooling von Energieerzeugungsanlagen und die Vermarktung von kleinen Strommengen.

Die Plattform ELEMENTS ermöglicht den Aufbau von Energie-Communities, in denen Stromanbieter und -abnehmer in unmittelbaren Austausch treten.

Bild: OXYGEN TECHNOLOGIES GmbH. 

„Die wirtschaftlichen Gewinner in diesem zukünftigen System werden digitale Plattformbetreiber sein, die es den Prosumern ermöglichen, untereinander einfach Energie zu handeln.“

Gregor Rohbogner, Geschäftsführer Oxygen Technologies

Automatisierter Handel im Minutentakt

Die Software fungiert als virtuelle Börse, die minütlich Angebot und Nachfrage abgleicht, Gebote an alle Teilnehmer abgibt und den eigentlichen Handel durchführt. Dabei werden lokal verfügbare Daten wie Verbräuche, Betriebszustände der Anlagen und Batterie-Speicherstände einbezogen. Die angeschlossenen Prosumer müssen nichts tun, außer ihre Anlagen anzumelden und bestimmte Präferenzen – etwa hinsichtlich des Zeitpunkts, der Herkunft oder des Preises – zu definieren. So können Kunden beispielweise entscheiden, ob sie eingekauften Strom sofort verbrauchen oder speichern wollen. Auch eine Eigenverbrauchsoptimierung ist mit der Lösung möglich. Die Software lernt zudem die Verbrauchs- und Einspeisemuster der Community-Mitglieder und optimiert anhand dessen die Prozesse.

 

ELEMENTS auf der CONEXA 3.0

Derzeit wird die Plattform in einem Modellprojekt mit den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), die auch an Oxygen Technologies beteiligt sind, im Livebetrieb getestet. In der Endausbaustufe sollen dort rund 70 Erzeugungsanlagen und Haushalte angeschlossen werden. Langfristig planen die EWS einen bundesweiten Rollout von regionalen Stromgemeinschaften. Die EWS gehört auch zu den langjährigen Partnern der Theben AG. Gemeinsam entstand die Idee, die Handels- und Steuerplattform auf den CONEXA Smart Meter Gateways umzusetzen. Über das aufsteckbare Mehrwert-Modul der CONEXA lässt sich diese Idee umsetzen. Mit dem Rollout wird die Lösung direkt für alle Haushalte verfügbar gemacht, so dass sich künftig alle Kunden an den Communities beteiligen können. Für den Versorger erleichtert dieses Konzept die Vermarktung und Inbetriebnahme der Plattform. Der Kunde profitiert von der hochsicheren Datenkommunikation und der Eichrechtskonformität des BSI-zertifizierten Gateways.

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Ruwen Konzelmann

Ruwen Konzelmann

Telefon +49 (0) 7474/692-354
ruwen.konzelmann@theben.de

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